Höhe: 45 m ü. NN

Fläche: 3,32 km²

Einwohner: 5001 (31. Dez. 2011) aus ca. 44 Nationen

Bevölkerungsdichte: 1506 Einwohner je km²

Homepage der Gemeinde Trappenkamp: http://trappenkamp.de

Trappenkamp liegt im Kreis Segeberg, etwa 15 Kilometer nördlich der Kreisstadt Bad Segeberg und ebenfalls etwa 15 Kilometer östlich der kreisfreien Stadt Neumünster. Die Gemeinde besitzt eine Anschlussstelle an der Autobahn 21. Regionale Busverbindungen bestehen nach Bad Segeberg und Kiel. Die nächstgelegene Bahnstation befindet sich im etwa fünf Kilometer entfernten Nachbarort Rickling an der Bahnstrecke Neumünster-Bad Oldesloe. Auch dorthin verkehren Zubringerbusse. Bis zum 31. Dezember 1961 besaß Trappenkamp einen eigenen Bahnhof, der den Endpunkt einer etwa drei Kilometer langen Stichstrecke darstellte, die in Bornhöved von der Kleinbahn Kiel-Segeberg abzweigte. Diese Stichstrecke diente vornehmlich dem Güterverkehr, bis zum 8. März 1952 verkehrten jedoch auch einzelne Personenzüge nach Trappenkamp.

Der Ortsname Trappenkamp kommt von einer alten Flurbezeichnung, die sich aus den beiden Wörtern „Trappen“ (Bodenvögel, die in Grassteppen und in den Feldern leben) und „Kamp“ (eingehegtes Feld) zusammensetzt. Bei der 1936 erfolgten Umbenennung für das Gelände des Marinearsenals in Trappenkamp griff man auf den Namen eines zur Gemeinde Tarbek gehörenden Flurstücks zurück.

Die territorialen Ursprünge der heutigen Gemeinde Trappenkamp gehen auf einen ehemaligen preußischen Exerzierplatz für Kavallerie und Infanterie, die „Gönnebeker Heide“, zurück.
Ab 1901 begann man mit der Kultivierung und Aufforstung der „Gönnebeker Heide“. Diese Maßnahme dauerte bis in die 1920er Jahre an.

Im Juli 1934 befahl die Marineleitung in Berlin die Neuanlage eines Minenlagers in der Nähe von Kiel. Dieses Minenlager sollte zur Entlastung des Sperrdepots in Kiel-Dietrichsdorf dienen. Als Standort des neuen Arsenals wurde der ehemalige Staatsforst Neumünster ausgewählt. Der Forst Halloh südlich von Boostedt wurde nicht gewählt, da das Gelände, welches zu diesem Zeitpunkt zur Verfügung stand, nicht geeignet war: Der Baumbestand war in diesem Bereich zu stark gelichtet, der Boden zu uneben, und es war ein beliebtes Ausflugsziel der Neumünsteraner Bevölkerung. 1940 legte man jedoch an einer anderen Stelle im Forst Halloh die Luftmunitionsanstalt 6/XI Boostedt an.

Am 18. Mai 1945 besetzten englische Truppen das Marine-Sperrwaffen-Arsenal Trappenkamp. Nachdem dieses geräumt worden war, bezogen Vertriebene und Flüchtlinge aus dem Sudetenland und den ehemaligen deutschen Ostgebieten die ehemaligen Wehrmachtsbauten, wobei es sich großteilig um einfache Gebäude zur Verarbeitung und Lagerung von Sprengmitteln handelte. Ein Teil dieser Bunker findet heute noch Anwendung als Garagenanlagen oder wurde von den Bewohnern zu Häusern ausgebaut, denen man oft ihr militärisches Grundgebäude nicht mehr ansieht. Die rechtwinklige Wegeinteilung aus der Zeit vor 1945 findet sich in dem alten Ortsteil noch größtenteils in der Straßenstruktur wieder. Auch die ursprüngliche einfache alphabetische Einteilung wurde in Nord-Süd-Richtung mit den Anfangsbuchstaben der Straßennamen in den ersten Bebauungsbereichen beibehalten: In einer Linie liegen z. B. Fasanenweg – Falkenweg – Farnstieg – Friedlandstraße usw.

Am 1. April 1956 wurde die damals knapp 900 Einwohner zählende „Siedlung Trappenkamp“, die bis dahin der Gemeinde Bornhöved angehörte, auf Geheiß der schleswig-holsteinischen Landesregierung zu einer selbständigen, amtsfreien Gemeinde erklärt. Damit gehört Trappenkamp zu den jüngsten Gemeinden in Schleswig-Holstein.

Am 1. Januar 2008 trat Trappenkamp dem Amt Bornhöved bei und ist seitdem Sitz des Amtes.

Seit 2003 findet jedes Jahr der sogenannte „Street-Move“ statt. Er wird von der JUT (Jungunternehmer Trappenkamp), einer Unterorganisation der ARGE (Arbeitsgemeinschaft wirtschaftlich interessierter Kreise e.V.) organisiert und soll die Jugend in Trappenkamp unterstützen. Es handelt sich um einen Umzug mit DJs, die auf umgebauten LKW Technomusik spielen. Unter anderem spielt hier der in Trappenkamp lebende DJ Pulsedriver. Dieser Umzug startet traditionell am Marktplatz und endet auf einer Koppel in der Industriestraße. Er ähnelt der Loveparade.

Entnommen aus  http://de.wikipedia.org/wiki/Trappenkamp

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